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Irland — Provinz

Connacht

Die wilde Westprovinz — raue Küsten und stille Weite

Connacht liegt im Westen Irlands und umfasst die Grafschaften Galway, Leitrim, Mayo, Roscommon und Sligo. Es ist die kleinste und am dünnsten besiedelte der vier Provinzen — geprägt von schroffen Berglandschaften, tiefen Buchten und einer der ursprünglichsten Küstenlinien der Insel.

Galway, die kulturelle Hauptstadt der Provinz, ist bekannt für ihre bunten Häuserzeilen, traditionelle Musiksessions und dient als Tor zum Connemara-Nationalpark sowie zu den Aran-Inseln, wo Irisch bis heute Alltagssprache ist. Der Croagh Patrick in Mayo, Irlands wichtigster Wallfahrtsberg, wird jährlich von Zehntausenden Pilgern bestiegen, oft am letzten Sonntag im Juli.

Historisch ist Connacht untrennbar mit einem düsteren Kapitel irischer Geschichte verbunden: Nach der Eroberung durch Oliver Cromwell im 17. Jahrhundert wurden enteignete irische Landbesitzer aus dem übrigen Land nach Connacht verbannt — festgehalten im Ausspruch „To Hell or to Connacht“ (Zur Hölle oder nach Connacht). Sligo wiederum ist als Heimat des Dichters W. B. Yeats bekannt, der am Fuß des markanten Tafelbergs Benbulben begraben liegt.

Wer nach Connacht reist, findet eine Provinz, die touristisch weniger überlaufen ist als der Süden, dafür aber mit unberührter Natur und gälischer Kultur überzeugt.

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